Es klingt immer sehr einfach wenn gesagt wird, dass jeder ohne Probleme mit Aktien handeln kann. Das Konzept ist soweit auch nicht schwer zu verstehen, da es sich im Prinzip nur um das Verkaufen und Kaufen von Aktien dreht. Wer sich jedoch noch nie mit der Materie befasst hat, kann schnell große Verluste einfahren. Börsenanfänger sollten sich daher zu Beginn mit der Materie vertraut machen. Zudem sollten sie sich umfassend beraten lassen (am besten von mehreren Stellen), damit ein möglichst objektives Bild entsteht. Im Internet kann heute besonders einfach mit Aktien gehandelt werden. Dazu wird ein Depot eröffnet und dann kümmert sich der Online Broker um die Abwicklung. Man selber muss trotzdem die Aktienfonds oder Wertpapiere aussuchen, welche gekauft und verkauft werden sollen. Es ist demnach enorm wichtig, stets auf einem aktuellen Stand zu sein, um Aktien effektiv und erfolgreich handeln zu können.
Aktien handeln mit Strategie – mehr Rendite!
Das erklärte Ziel von jedem der mit Aktien handelt ist es eine hohe Rendite zu erzielen. Dies sollte bestenfalls auch so geschehen, dass es unabhängig von der Marktlage zu Gewinnen kommt. Leider erreichen dieses Ziel nur wenige Anleger. Die Ursache besteht zum Teil darin, dass kein systematischer Ansatz verfolgt wird, welcher aber auf Dauer für ein erfolgreiches Handeln unabdingbar ist. Eine Strategie kann entweder nach einem technischen oder einem fundamentalen Konzept entwickelt werden, da beide Strategien schon in der Vergangenheit bewiesen haben, dass damit dauerhaft gute Renditen erzielt werden können. Der Unterschied zwischen den beiden Strategien liegt in dem Ansatz. Der technische Ansatz setzt auf lukrative Märkte und bewertet Faktoren wie Volatilität, Volumen, Markttrend und Momentum. Daraus wird erkennbar, welche Aktien in Zukunft erfolgreich sind. Beim fundamentalen Ansatz werden die Fundamentaldaten zur Aktienanalyse verwendet – Gewinntrend, Konjunktur, Wachstum und Dividendenrendite. Auch hier werden die erhobenen Daten analysiert und bewertet, was in der Regel zu den richtigen Ergebnissen für einen erfolgreichen Handel führt. Da beide Strategien erfolgreich sind, ist es nur eine Frage des Anlegertyps, welche Strategie beim Aktienhandel verfolgt wird.
KGV & Volatilität – Mit Konzept erfolgreich Aktien handeln
Sowohl die KGV als auch die Volatilität sind wichtige Indikatoren für die beiden unterschiedlichen Strategien. Bei der technischen Aktienanalyse wird mit der Volatilität und der Kursbewegung gearbeitet. Die Analysten mit technischer Strategie sind der Auffassung, dass in der Kursbewegung alle wichtigen Daten vorhanden sind, welche eine zuverlässige Prognose der zukünftigen Entwicklung der Aktie untermauern. Hier wird dann mit der Volatilität gearbeitet. Darunter wird eine Messzahl verstanden, welche die Intensität der Marktschwankungen abbildet. Fällt die Zahl zum Beispiel und markiert der Kurs zur selben Zeit den niedrigsten Stand seit ein paar Wochen, wird dies als Signal verstanden, dass die Aktie in näherer Zukunft weiter fallen wird.
Bei der fundamentalen Aktienanalyse wird meist mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gearbeitet. Bei dieser suchen Analysten nach Unternehmen, welche sie für unterbewertet halten und berechnen im Anschluss das KGV. Das KGV beschreibt die Relation zwischen dem Gewinn pro Aktie und dem Aktienkurs. Wichtig für diese Bewertung sind die Gewinnschätzungen des nächsten Quartals und der aktuelle Börsenkurs. Je niedriger der ausgerechnete Wert ist, desto besser ist dies für den Anleger, da er dann weniger für seinen Anteil an den zukünftigen Gewinnen des Unternehmens zahlen muss. Mit diesen berechneten Kennzahlen wird dann nach dem Unternehmen gesucht, welches das niedrigste KGV hat. Wichtig ist hier zu beachten, dass das KGV zwar wichtig ist, Aktien jedoch bei der Strategie erst bei noch weiteren positiven Analysen zum Handeln in Betracht gezogen werden sollten.
Aktien handeln bei fallenden Aktienkursen
Wer dauerhaft am Markt gute Renditen erzielen möchte, der kann nicht immer nur auf steigende Kurse setzen. Denn eine Aktie kann ebenfalls erfolgsversprechend sein, wenn sich der gesamte Markt nicht mehr nach, sondern nur noch abwärts bewegt. Trader und professionelle Anleger nutzen in diesen Phasen sogenannte Leerverkäufe, welche auch als Shortselling oder Blankoverkauf bekannt sind. Das Prinzip dieser Leerverkäufe ist relativ simpel. Es werden sich Aktien bei dem eigenen Broker geliehen, was mit der Hoffnung verbunden ist, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einem noch niedrigeren Wert zurückgekauft werden können. Dies würde dann den Gewinn generieren. Da es sich hier um eine Leihstelle von einem Broker handelt, erhebt der Broker in der Regel eine Gebühr. Diese Gebühr bewegt sich meist unter einem Prozent des Gesamtwertes des geliehenen Aktienpaketes.
Deutschland & Weltweit – Aktien handeln an allen Börsenplätzen
Der Handel mit Aktien ist also nicht nur eine Wette, sondern ein strategischer Prozess. Wird hier nicht auf wichtige Faktoren geachtet kann an den Börsen keine attraktive Rendite erzielt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt, falls jemand erfolgreich mit Aktien handeln möchte, ist die Vielfalt der Platzierung bzw. die Streuung der gehandelten Aktien. Wer sich nur auf eine Börse fokussiert wird nach kurzer Zeit feststellen, dass die Renditen und der Spielraum nur gering sind. Die Lösung liegt meist darin auf mehreren Börsenplätzen gleichzeitig aktiv zu sein. Hier bietet sich der Handel im Internet an, da sehr viele Online Broker Zugang zu den wichtigsten Börsen auf der Welt haben. Bei einer normalen Bank sind solche Arrangements meist schwer zu bekommen. Online Broker haben Zugang zur Börse in New York, welche der größte Börsenplatz der Welt ist, der Börse in London, Shanghai und vielen anderen. Auch der Zugang zu dem außerbörslichen Handel ist meist über Online Broker besser zu arrangieren, als über die Hausbank. Wer also schon ausreichende Erfahrungen auf dem heimischen Börsenmarkt gesammelt hat, der sollte sich nicht scheuen, auch auf ausländische Börsen auszuweichen, um insgesamt höhere Renditen zu erwirtschaften.