Einer der wichtigsten Börsenplätze in Deutschland ist die Frankfurter Wertpapierbörse. Hier wird mit Abstand der größte Umsatz generiert. Auch international genießt dieser Börsenstandort ein sehr hohes Ansehen und gehört mit zu den größten Handelsplätzen der Welt.
Aktienhandel an der Börse in Frankfurt
Betreiber der Börse in Frankfurt ist die Deutsche Börse AG. Nach eigenen Angaben ist die Deutsche Börse mit allen Dienstleistungen und Produkten vertreten, also Aktien, Terminhandel, Entwicklung von elektronischen Handelssystemen und so weiter. Da es sich hier um die größte deutsche Börse handelt entfallen fast 98 Prozent des deutschen Aktienhandels auf die Frankfurter Börse. 2005 belief sich der Umsatz auf 3,8 Billionen Euro, wo 3,2 Billionen Euro auf den Handel mit Optionsscheinen, börsengehandelten Fonds und Aktien entfielen.
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Neben dem klassischen Parketthandel wurde auf der Frankfurter Börse auch das elektronische Handelssystem Xetra etabliert. Für beide Formen des Handels gibt es unterschiedliche Handelszeiten, welche eingehalten werden müssen. Bei dem Parketthandel wird von 8 Uhr bis 20 Uhr gehandelt und bei Xetra findet der Handel zwischen 9 Uhr und 17 Uhr 30 statt. Seit Mai 2011 wurde der Handel auf das elektronische System umgestellt.
Geschichte der Börse in Frankfurt
Gegründet wurde die Frankfurter Wertpapierbörse schon im Jahr 1585. Da der Börsenhandel bis dato noch nicht den heutigen Stellenwert hatte, wohnte die Börse erstmal zur Miete und bekam erst 1843 ihr eigenes Gebäude. Da sich gerade zu dieser Zeit das Bankenwesen veränderte und die Börse immer mehr Gewicht bekam, musste schon nach knapp 30 Jahren festgestellt werden, dass die sogenannte Alte Börse schon zu klein ist. 1879 wurde dann die Neue Börse eingeweiht und die Frankfurter Wertpapierbörse zog erneut um.
Bis zum ersten Weltkrieg besaß die Börse in Frankfurt einen sehr guten Ruf. Jedoch wurden während des Krieges immer mehr Handelsbeziehungen unterbrochen, was dem internationalen Ansehen der Frankfurter Börse sehr geschadet hat. Nach Beendigung des Weltkrieges verlagerte sich der Schwerpunkt des Handels von Obligationen zu Aktien.
Während des Nationalsozialismus wurde der Handel an der Börse sehr erschwert, da die Nationalsozialisten dem Handel sehr skeptisch gegenüberstanden. Es fand jedoch auch während des Krieges ein gewisser Handel statt. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges musste die Börse erst einmal geschlossen werden, konnte aber ein halbes Jahr später wieder am Aktienhandel teilnehmen.
Die internationale Wertschätzung erlangte die Frankfurter Börse durch die Währungsreform im Jahr 1948 zurück und konnte sich durch das folgende Wirtschaftswunder wieder an die Spitze der Handelsplätze in Deutschland kämpfen, was auch mit daran lag, dass sie einer der ersten Börsen war, die ab 1956 wieder mit ausländischen Wertpapieren handeln durfte.