Neben der Börse in Frankfurt am Main ist die Stuttgarter Börse ein weiterer wichtiger Handelsplatz in Deutschland. Stuttgart ist der hauptsächliche Handelsplatz für Anleihen, derivativen Wertpapieren und Exchange Traded Funds. Mitten in Stuttgart gelegen, befindet sich die Stuttgarter Börse, im internationalen Vergleich, auf Rang 10.
Aktienhandel an der Stuttgarter Börse
Da es sich hier um den zweitgrößten Handelsplatz in Deutschland handelt, wird viel mit Aktien gehandelt und auch viel Geld umgesetzt. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 34 Prozent der Aktiengeschäfte über diesen Handelsplatz getätigt. Das Handelsvolumen, welches doch um einiges geringer ist als an der Frankfurter Börse, betrug 2009 104,61 Milliarden Euro.
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Die Zeiten zum Handeln sind allgemein von 9 Uhr bis 20 Uhr, bei einigen Anlageprodukten beginnt der Handel sogar schon eine Stunde früher, also um 8 Uhr. Anders als andere Börsen in Deutschland ist die Stuttgarter Börse in Handelssegmente unterteilt. Hier ist zum Beispiel der Bond-X zu nennen, welcher ein spezielles Qualitätshandelssegment für Anleihen darstellt. Das Segment 4-X ist ein bestimmter Bereich für ausländische Anleihen. Eines der wichtigen Segmente ist die Euwax, wo exotische Produkte, Knock-out Produkte, Aktienanleihen, Anlagezertifikate, Derivate und Optionsscheine gehandelt werden. Hinzu kommt noch der ETF Bestx, welcher ein Bereich für den passiven Handel ist. Seit Mai 2010 ist ein weiteres Segment am Handel beteiligt, welcher Mittelstandsanleihen handelt. So können auch hier wieder mehr Unternehmen an dem Handle von Anleihen beteiligt werden.
Geschichte Börse in Stuttgart
Auch die Stuttgarter Börse kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde offiziell 1861 gegründet und ist ein eingetragener Verein. Der eigentliche Handel fand jedoch schon im Jahre 1860 statt, wo sich Geschäftsleute im sogenannten Königsbau trafen, um Handel im Textilbereich zu treiben. 1861 wurde daraus dann die Wertpapierbörse.
Bis ins Jahr 2000 war die Börse in Stuttgart nur eine von vielen Handelsplätzen in Deutschland. Damit die Organisationsstrukturen dem Wettbewerb angepasst werden konnten, wurde im Jahr 2000 die boerse-stuttgart AG geformt. Diese AG war bis ins Jahr 2005 der Träger der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, wurde jedoch danach nochmals umgeformt und ist heute eine Börsenbetriebsgesellschaft. Damit ist sie nun für die Verwaltung und Vermarktung der Börse verantwortlich, genauso wie für den Betrieb der informationstechnischen Börsensysteme als auch für die Entwicklung.
Seit 2007 hat die Börse Stuttgart zudem ein sogenanntes hybrides System, welches die Experten in das elektronische Börsensystem eingebunden hat. Dies hat den Vorteil, dass schnell und flexibel auf etwaige Vorkommnisse reagiert werden kann. Das führt zu einem sehr effizienten und gewinnorientierten Handel, was zu einer guten Position im Wettbewerb führt.