Die Aktienkennzahl des Kurs-Umsatz-Verhältnisses – Abkürzung: KUV – setzt die derzeitige Marktkapitalisierung einer Aktiengesellschaft in Verhältnis zu deren jährlichen Umsatz. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist eng verwandt mit dem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), welches das Kurs zu Gewinn Verhältnis von einer Aktiengesellschaft betrachtet. Die Formel für das KUV lautet wie folgt:
KUV = Kurs einer Aktie / Umsatz je Aktie
Vor allem bei solchen Unternehmen, die eine zyklisch schwankende Umsatzrendite vorweisen, kann das KUV eine bessere Möglichkeit zur Bewertung sein als das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Bei der Analyse der Aktie sollte allerding beachtet werden, dass das KGV bei jungen Unternehmen sinnvollere Aussagen zum Wert liefern können, da diese sich in der Regel noch in der Phase befinden, wo sie Anlaufverluste zu verzeichnen haben.
Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis ignoriert das Kurs-Umsatz-Verhältnis vollkommen die Profitabilität eines Unternehmens. Ein Beispiel: Eine Aktie mit KUV von 4 kann durchaus preiswerter sein als eine Aktie mit einem KUV von 2, wenn die Gesellschaft langfristig in der Lage ist, mehr als eine doppelt so hohe Rendite bei den Umsätzen zu erwirtschaften. Ein grundlegender Maßstab, welcher aussagt, ob das Kurs-Umsatz-Verhältnis zu hoch oder zu niedrig ist, gibt es nicht.
Das KUV wurde vor allem in den Zeiten des New-Economy-Booms herangezogen, um die oft rosigen Bewertungen von unprofitablen Unternehmen zu rechtfertigen. Nach die Blase allerdings geplatzt ist, hat das KUV als eine wichtige Aktienkennzahl an Bedeutung enorm verloren.